Zerrissene Umarmungen
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- Amazon-Verkaufsrang: #393 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2010-02-05
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
- Formate: Dolby, PAL, Widescreen
- Originalsprache: Deutsch, Spanisch
- Untertitel in: Deutsch
- Länge: 127 Minuten
Aus der Amazon-Redaktion
VideoMarkt
Harry Caine ist ein erblindeter Drehbuchautor, der zuvor unter seinem echten Namen Mateo Blanco Filme gedreht hat. Nach dem Tod seines einstigen Produzenten Martel nimmt dessen Sohn Ray X Kontakt mit Harry auf und will ein Drehbuch von ihm, das das Andenken des verabscheuten Vaters in den Schmutz ziehen soll. Caine erinnert sich zurück an das Jahr, als er eine Affäre mit seiner Hauptdarstellerin Lena begann. Der Beginn einer komplizierten Tragödie, denn Lena war mit Martel liiert. Und der ist blind vor Eifersucht.
VideoWoche
Nach dem regelrecht zärtlichen "Volver" arbeitet Pedro Almodovar wieder mit seiner mittlerweile oscarprämierten Muse Penelope Cruz zusammen, allerdings an einem Film, der sich wieder stark dem Melodram und Film noir verpflichtet fühlt und stärker vom Stilwillen des Regisseurs als seiner großen Menschlichkeit geprägt ist. Das Kino von Hathaway, Ray und Minnelli sowie Rossellini und Sirk wird mit viel Hingabe zitiert in diesem verschachtelten romantischen Thriller voller Wendungen, der vor allem eine Liebeserklärung an das Kino ist.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Hinreißend verschachteltes Melo mit Noir-Touch über eine tragische Ménage à quatre im Filmemachermilieu.
Kundenrezensionen
Tiefsinnig bis überladen
Regisseur und Schriftsteller Mateo (Lluis Homar) liebt seine Hauptdarstellerin, die Ex-Prostituierte Lena (Penelope Cruz). Die ist aber mit dem rücksichtlosen Finanzhai Ernesto (Jose Luis Gomez) verheiratet, der blöderweise auch den Film finanziert. Der eifersüchtige Ernesto beauftragt nun seinen schwulen, verklemmten Sohn, die Dreharbeiten genauestens per Video zu dokumentieren, engagiert sogar eine Lippenleserin, die Gesprächsinhalte zwischen Lena und Mateo aus den tonlosen Videos zu rekonstruuieren. Dazu gibt es noch Mateos Agentin, deren Sohn und die Gegenwartsebene, aus der die Geschichte erzählt wird, sowie die Handlung des gedrehten Films.
Das neue Werk von Pedro Almodovar ("Volver") beginnt mau, denn die zunächst gezeigte Gegenwart ist weit weniger spannend als die Vergangenheit. Dennoch entwickelt sich eine raffinierte Geschichte auf mehreren ineinandergeschachtelten Ebenen, die sich am Ende überraschend zusammenfügen. Gleichwohl ist das alles ein wenig zuviel des Guten, Almovar setzt zu sehr auf die nicht ganz gelungene Form, worunter auch die Dramaturgie leidet. Penelope Cruz ist erwartungsgemäß eine Bank in der fazettenreichen Rolle der Schauspielerin, als die sie u.a. Audrey Hepburn und Marylin Monroe mimen darf. Fast noch wichtiger ist jedoch die von Lluis Homar wunderbar interpretierte Figur Mateo, der erblindete Regisseur, dessen Film manipulativ zerstört wurde, wovon dieser aber jahrelang nichts weiß. Leider kommen diese starken Momente in "Zerrissene Umarmungen" zu kurz. Obwohl überladen streckenweise überaus sehenswert.
"Stell mich scharf!"
Das sagt Lena(Penelope Cruz) in einer verschwommenen Einstellung in die Kamera hinein. Sie ist das Objekt der Begierde in Pedro Almodovars Film -Zerrissene Umarmungen- der sich um Liebe, Hass und Leidenschaft dreht. Dabei hat es Almodovar wieder einmal geschafft, eine wunderbare Geschichte in ein Stück Filmkunst zu verwandeln, dass nicht nur Absolventen der Filmhochschule gefällt, sondern auch beim "normalen" Zuschauer(also Typen wie mir) ankommt. Almodovar unterteilt seine Filmhandlung in zwei Erzählstränge. Er beginnt im Jahr 2008 und startet von dort, geführt durch die Erzählstimme Mateos, immer wieder zu Exkursionen in die Jahre 1992 und 1994. Dabei sorgt das Wechseln der Handlungsebenen nicht für Verwirrung, sondern ist ein interessanter Aspekt, der die Geschichte spannend und unterhaltsam gestaltet.
Mateo Blanco(Luis Homar) ist blind. Früher war er Regiseur, heute schreibt er Drehbücher unter dem Pseudonym Harry Caine. Er lebt allein, wird aber von seiner Agentin Judit(Blanca Portillo) und deren Sohn Diego(Tamar Novas) betreut. Eines Tages erfährt Mateo vom Tode des Unternehmers Martell(Jose Luis Gomez). Kurze Zeit später taucht Martells Sohn Ernesto(Ruben Ochandiano) bei Mateo auf, um diesem ein Drehbuch vorzuschlagen. Mateo schickt ihn brüsk fort und Diego fragt sich, ob sich Mateo und Ernesto kennen. Daraufhin erzählt Mateo ihm die Geschichte, wie er einen Film unter dem Produzenten Martell drehte. Er weiht Diego in die Geschichte um Martells Sekretärin Lena ein, die später die Geliebte des Unternehmers wurde. Er schildert Diego auch, wie er sich selbst in Lena verliebte und welche katastrophalen Folgen diese Liebe hatte. Diego muss erfahren, dass Liebe und Hass im Leben seines väterlichen Freundes Mateo eine große Rolle spielten. Das man sein Leben, sein Augenlicht, aber auch seinen Glauben verlieren kann. Was Diego nicht ahnt ist, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist. Es gibt noch ein paar Geheimnisse in Mateos Leben, die es wert sind, erzählt zu werden.
Almodovar ist ein großartiger Erzähler. Dabei liest er nicht aus einem Buch, sondern präsentiert seine Geschichte mit der Kamera. Er spielt mit der Kameraführung, nutzt Schwenks, Blenden und Schärfen, um uns genau das Bild in den Focus zu rücken, auf das es ankommt. Mit "Film in Film"Sequenzen, Zeitraffern und geschickt gewählten Drehorten macht er aus seinem Film ein kleines Kunstwerk. Das Ergebnis sind kunstvolle Bilder, bei denen allein das Anschauen Spaß macht. Da das einem Almodovar natürlich nicht reicht, hat er noch eine interessante Geschichte dazu gepackt. Wenn man erst einmal in der Story Fuß gefasst hat, will man unbedingt wissen, wie diese Geschichte zu Ende geht. Der Spannungsbogen ist gut konstruiert und steigert sich zum Ende hin.
Die Besetzung von -Zerrissene Umarmungen- ist hochkarätig. Im Mittelpunkt steht Penelope Cruz, die als Femme Fatale überzeugend und verlockend zugleich ist. Luis Homar, Tamar Novas und Blanca Portillo sind ebenfalls hervorragende Akteure für die Charaktere, die sie verkörpern.
Pedro Almodovar hat(jedenfalls wenn sie mich fragen) mit -Zerrissene Umarmungen- wieder einmal einen Treffer gelandet. Das spanische Kino kann sich mit solchen Produktionen weltweit sehen lassen. Wer sich intelligent und anspruchsvoll für zwei Stunden unterhalten lassen will, der ist bei Almodovar gut aufgehoben. Mir hat der Film sehr gut gefallen und ich empfehle ihnen -Zerissene Umarmungen- weiter. Wäre es möglich, hätte ich 4,5 Sterne gegeben, aber da das nicht geht, gibt es 5 Sterne zu Gunsten des Angeklagten.
Bewährte Elemente und eine hinreißende Geschichte. Exzellent !
Der aktuelle Almodovar bietet wieder Altbewährtes. Eine berührende Geschichte zwischen Liebe, Tod und Leidenschaft und der aus dem Gemisch der drei Variablen hervorquellende alltägliche Wahnsinn. Im Grunde ist die Liebesgeschichte von Magdalena und Mateo aber hyperreal, denn soviel Gefühl kann nur im Tod enden, so wie durch diesen ja fast alle großen Leidenschaften geadelt werden. Ein universales Motiv.
Die Sprache mit der die tragische Gewalt des Lebens transportiert wird, ist wieder absolut bewundernswert. Darin ist Almodovar ein Meister und das insbesondere auch deshalb, weil hier nicht nur das an Filmen interessierte Publikum bedient wird, sondern gerade auch der Zuschauer ohne fachdidaktische Ausbildung zu seiner Freude kommt.
Besonders sticht natürlich wieder die Muse hervor. Penelope Cruz ist einfach bezaubernd. Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau ! Die Filmmusik von Alberto Iglesias ist auch sehr sehr berührend !




