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Inglourious Basterds [Blu-ray]

Inglourious Basterds [Blu-ray]
Regisseur(e) Quentin Tarantino

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Durchschnittliche Kundenbewertung:

Produktbeschreibung

Inglourious Basterds DV


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #13 in DVD
  • Erscheinungsdatum: 2010-01-14
  • Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
  • Format: Widescreen
  • Originalsprache: Deutsch, Englisch
  • Untertitel in: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Länge: 154 Minuten

Aus der Amazon-Redaktion

kulturnews.de
Hitler war ein Idiot, umgeben von anderen Idioten - und ein paar gefährlich intelligenten Männern. Das wurde zwar schon oft gesagt, aber selten so gut filmisch umgesetzt wie von Quentin Tarantino. Es ist buchstäblich das Kino selbst, das hier mit Adolf Hitler abrechnet. Brennende Nitratfilmrollen, von einer verfolgten Jüdin (Melanie Laurent) hinter der Leinwand aufgetürmt, lodern wie die Bücher jüdischer Autoren im Dritten Reich. Das neue Werk von Tarantino, dem Grandsigneur des Zitatkinos, ist allerdings nicht die erwartete Schlachtplatte, sondern ein wohltemperierter, umwerfender Ensemblefilm (Brad Pitt! Christoph Waltz! Til Schweiger!!), in dem der Regisseur auf seine traditionell stärkste Waffe setzt: die Dialoge. Sogar sein Steckenpferd - scheinbar belangloses Parlieren über Popkultur - bringt Tarantino unter, ohne sein heikles Sujet zu banalisieren. So gelingt der schier unmögliche Spagat zwischen hochspannendem Nazidrama und humoristischer Überhöhung. (kab)Extras Erweiterte und Alternative Szenen, "Stolz der Nation" - Kompletter Film, TrailerAuch als Blu-ray-Disc!

Kurzbeschreibung
Lt. Aldo Raine führt einen Trupp jüdischer Soldaten, "Bastards" genannt, die hinter feindlichen Linien auf französischem Boden Angst und Schrecken unter deutschen Soldaten verbreiten. Unter britischem Kommando lassen sie sich für ein Himmelfahrtskommando verpflichten, führende Nazis bei einer Filmpremiere in einem Pariser Kino zu töten. Die Inhaberin des Kinos, die junge Jüdin Shosanna Dreyfuss, hat ihre eigenen Pläne für diesen Abend: Vor Jahren ist sie eher zufällig verschont worden, als der als "Judenjäger" berüchtigte Oberst Hans Landa ihre Familie massakrierte. Heute will sie Rache.


Kundenrezensionen

OSCAR absolut verdient5
Also... zum ersten... den OSCAR hat Christoph Waltz absolut verdient. Ich habe noch nie so eine eindrucksvolle Leistung gesehen. Man bekommt als Zuschauer förmlich Angst wenn der SS-Offizier den Raum betritt, weil dieser, trotz aller Freundlichkeit meine Ängste und Befürchtungen längst durchschaut hat und diese mit netten Fragen immer enger umkreist, bis er mich entgültig hat... einfach Wahnsinn.

zum zweiten... der Film hat Kultstatus, da man allein an den Kundenrezensionen merkt, dass er spaltet.

zum dritten... der Film erhebt niemals den Status geschichtlich korrekt zu sein, daher habe ich kein Verständnis für Leute, die ihn mit "Der Untergang" oder "Operation Wallküre" vergleichen.

zum vierten... der Film ist witzig... allein die Szene wo Waltz Brad Pitt mit dem Finger ins Auge sticht und sich wie ein kleines Kind freut dass er zuckt... köstlich... Oder Brad Pitts Gesicht, als er merkt, dass der SS-Offizier doch italienisch spricht... ist einfach zum weghauen...

zum fünften... ja der Film ist sehr brutal und ich konnte auch nicht immer wirklich hinschauen... also vorsicht!

zum sechsen... Wahnsinnig gute Dialoge. Die sich immer enger kreisen und schließlich in einem Showdown enden.

Fazit: Wer einen klassischen Kinofilm basierend auf tatsächlich gewesenen Ereignissen genießen will ist hier vollkommen falsch. Alle anderen können ihn anschauen und genießen...

Ich finde: ein genialer Film

(Teils) geniale Schauspielkunst, schwächelndes Drehbuch.3
- Gespoilert -

Eine Menge Wirbel wurde vorab (mal wieder) über den neuen Film von Quentin T. gemacht. Ein Märchen wird es sein, sagten die einen, ein Kriegsfilm, die anderen. Im Endeffekt wurde es ein typischer Tarantino als Märchen vor Kriegshintergrund.

Zeitlupenaufnahmen, wenns bedrohlich wird (dazu verzerrte Gitarrenakkorde), die Einteilung der Geschichte in verschiedene Kapitel, Red Apple-Zigaretten, lange, aber fesselnde Dialoge - mit div. Tabubrüchen natürlich -, verschiedene Einblendungen, usw ...

Was hat Tarantino richtig gemacht:

* Bunt und international gecastet

* Den Film in verschiedenen Sprachen gehalten, woraus er einen Großteil seiner
Kraft und Faszination (ich persönl. höre das Italienische und Französische
unheimlich gerne, sind einfach schöne Sprachen) und natürlich auch Wirklichkeits-
getreue bezieht

* Die Eigenheiten der verschiedenen Völker gut präsentiert: die fragile, elegante
Französin; der charmante, schmeichelnde Österreicher; der die Konfrontation nicht
scheuende Deutsche; der snobistisch-lässige Engländer ("Na dann nichts wie runter
mit ihm!") und der ein wenig tumbe und immer ein bisschen zu coole Amerikaner.

* Erzeugung von bedrohlicher Stimmung allein durch Dialog

* Das Zeigen der Nazis nicht als gesichtslose Dämonen, wie z.B. Spielberg sie
sieht, sondern als gebildete Kaste (Offiziere) einerseits und tapfere Wehr-
machtssoldaten (Feldwebel Rachtman) andererseits, was der Realität wohl eher
entspricht - speziell "Tapferkeit" ist eine Eigenschaft, die Gegnern der
Amerikaner in amerikanischen Filmen sonst eher selten zuerkannt wird (aber
vielleicht hat hier auch nur die Deutsche Filmförderung ein bisschen
nachgeholfen)


Was hat er falsch gemacht:

* Hitler und Göbbels sind schlecht besetzt. Nicht, weil Wuttke und Groth schlecht
spielen, sondern weil sie ihren Vorbildern einfach zu unähnlich sehen. Hier wurde
in "Der Untergang" und "Operation Walküre" größeres Geschick bewiesen. Beide
werden hier übrigens auch nur als Karikaturen ihrer Vorbilder gezeigt

* Teilweise langatmige und unnötig in die Länge gezogene Szenen

* Kurzes Auflodern und dann wieder langes Abflauen lassen der Spannung

* Den Film m.E. zu wenig gestrafft

* Ein erzwungen korrektes und homogenes und dafür umso unglaubwürdigeres Ende
für DIE Hauptfigur des Filmes, Hans Landa. Gebildet, gerissen und mit messer-
scharfem Intellekt ausgestattet, sowie misstrauisch und skeptisch allem und
jedem gegenüber, begeht er am Schluss diesen dummen, naiven Fehler. Klar, den
auf Judenjagd spezialisierten SS-Oberst ungeschoren davonkommen zu lassen, traut
sich auch ein Quentin Tarantino nicht, trotzdem hätte er sich hier etwas Glaub-
würdigers einfallen lassen können


Zu den Schauspielern:

Allen voran natürlich Christoph Waltz. Was er hier geleistet hat, wird ohne Zweifel Filmgeschichte schreiben. Die Figur, der er hier Leben einhauchte, lässt sich problemlos in die Reihe der überragendsten Filmbösewichte einreihen. Und der Rekord, den er aufstellen wird (Abstauben aller wichtiger Preise mit der ersten(!) Hollywood-Rolle), sobald er im März den Oscar entgegen genommen haben wird, woran ich fest glaube, wird für sehr sehr lange Zeit nicht zu brechen sein. Seine schauspielerische Glanztat hier ist mit Sicherheit für die nächsten Jahre das Maß aller Dinge.

Wogegen Brad Pitt hier natürlich nur verlieren kann. Auch wenn mir seine Fans das jetzt wohl krumm nehmen, aber der Mann lebt ohnehin mehr von seinem Aussehen, denn von seinem schauspielerischen Können. Erschwerend kommt hinzu, dass man ihm seine Lustlosigkeit, den unsymphatischen Proll Aldo Raine zu verkörpern, jederzeit anmerkt, wobei man aber seine privaten Probleme mit Jolie, die er während der Dreharbeiten schon gehabt hat, berücksichtigen sollte.

Mélanie Laurent - ein Name, den man in Zukunft noch öfter hören wird. Eher still und zurückhaltend und doch mit einer starken Präsenz. Diese junge französische Schauspielerin wird zu einer scharfen Konkurrenz für Audrey Tautou und Eva Green werden.

August Diehl als Sturmbannführer Dieter Hellstrom liefert für mich die zweitbeeindruckendste Vorstellung nach Christoph Waltz ab. Geht zu unrecht aufgrund seiner geringen Auftrittszeit ein wenig unter, aber wie er die Kellerbarszene dominiert ist sagenhaft.

Daniel Brühl hat, wie ich meine, eine der dankbarsten Rollen in diesem Film erhalten. Er personifiziert den Star und strahlenden Kriegshelden im Bubigewand, scheinbar unfähig, ein Wässerchen zu trüben und dennoch brandgefährlich.

Eli Roth spielt im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die widerliche Figur des "Bärenjuden" ist ohnehin ein großes Minus in diesem Film (man beachte den in US-Filmen so häufig zu sehenden dämlich-peinlichen Baseballspieler-nach-erzieltem-Homerun-Affentanz, den er im Graben aufführt, nachdem er dem deutschen Feldwebel den Schädel eingedroschen hat). Zweifelhaft ist aber vor allem die Person Roths, der "Inglourious Basterds" aufgrund seiner Skalpierungsszenen deutscher Wehrmachtssoldaten (nicht SS-Offiziere oder Reichsminister!) in einer KZ-Gedenkstätte vor anderen Juden als "koscheren Gewaltporno" angepriesen haben soll.

Einen kleinen, aber äußerst feinen Auftritt, der bis jetzt kaum Erwähnung fand, beschert uns Richard Sammel. Mit Feldwebel Werner Rachtman zeigt er uns einen deutschen Soldaten, der alles andere als unsymphatisch und von Natur aus brutal rüber kommt, mit einer Tapferkeit angesichts des nahenden Todes, wie sie sonst nur GIs zusteht. Den Spruch mit den "Saujuden" musste Tarantino dann wohl einbauen, da er sonst kaum eine "Rechtfertigung" für dieses brutale Ende Rachtmans gefunden hätte.

Für mich noch erwähnenswert Denis Menochet als franz. Milchbauer. Als Konterpart zu Hans Landa annähernd ebenbürtig. Seine innere Beklemmung, als auch sein Versuch diese zu unterdrücken, sind absolut überzeugend, genauso wie sein Weinen.

Alles in allem hat QT bzgl. der Schauspieler einen guten Riecher bewiesen. Der restliche Cast spielt mal besser (Fassbender), mal schlechter (Krüger, Schweiger) und mal so gut wie überhaupt nicht (Burkhard).


Die Ausstattung:

Einem Multimillionen-Dollarfilm entsprechend.


Die Effekte:

Gut plaziert und nie zu aufdringlich.


Die Musik:

Im Stil der anderen QT-Filme (David Bowie mal ausgenommen).


Schlussplädoyer:

Wenn Du trotz der immensen Länge meiner Rezension - aber schließlich geht es hier um Deine sauer verdiente Kohle - bis hierher gelesen hast, dann bedanke ich mich und gebe Dir folgendes mit auf den Weg:

Wenn Du ein QT-Sammler bist, bestelle.
Wenn Du ein Faible für versteckte Details und bestechende Uniformen hast, bestelle.
Wenn Du zT überragende schauspielerische Leistungen sehen willst und Dich nicht von langen Dialogen abschrecken lässt, bestelle.

Wenn es Dir innere Befriedigung verschafft, Hitler von Kugeln durchsiebt zu sehen, leih in Dir aus.

Wenn Du einen knallharten kurzweiligen Actionfilm mit massig Gewaltszenen sehen willst, lass es bleiben.
Wenn Du Deutscher bist und es Dich schmerzt zu sehen, wie tote deutsche Soldaten skalpiert werden, auch.
Und wenn Du hoffst, mit "Inglourious Basterds" ein vom Kaliber her zweites "Pulp Fiction" zu erwerben, sowieso.

Und damit, ganz im Geiste des Filmes:

Auf Wiedersehen. Au revoir. Arrivederci. Good Bye.







Gratulation Christoph Waltz...!5
Ich kann die Bewertung von "Gerd Löbel" nur in allen Punkten bestätigen. Der Film ist nicht jedermanns Geschmack aber halt ein echter Tarantino. Ich fand ihn einfach nur toll und habe ihn mittlerweile schon drei mal angesehen! Realismus und Geschichtstreue sind nur ansatzweise bzw. überhaupt nicht vorhanden. Das war wohl auch nicht die Absicht von Tarantino beim Drehen dieses Films! Die Dialoge sind zwar langatmig aber niemals langweilig. Brutalität ist zwar selten aber dann auch ausreichend vorhanden und die FSK-Freigabe ab 16 Jahren halte ich für etwas untertrieben (Baseballschäger-Szene).

Die Bild- und Tonqualität der Blu-ray finde ich persönlich sehr gut. Auch leise Dialoge sind sehr gut verständlich. Bei lauteren Szenen geht es richtig zu Sache. Das Bild ist super scharf und die Farben sind satt. Die Musikauswahl von Tarantino ist natürlich wieder erstklassig, z.B. David Bowie (Kapitel 20/Kapitel 5-Die Rache des Riesengesichts) ist der Wahnsinn und mein Subwoofer muss und soll bei diesem Lied Schwerstarbeit leisten!

Was bzw. wer mich in diesem Film besonders begeistert hat, war das herausragende Schauspiel von Christoph Waltz. Wie und mit welcher selbstverständlichen Gelassenheit, trotz des ernsten Themas, dieser erstklassige Schauspieler den vordergründig netten aber äußerst intelligenten, wortgewandten und hinterlistigen Drecksack-SS-Oberst Landa ("Judenjäger") spielt, ist für mich allererste Sahne! Alleine die Anfangsszene als Waltz den französischen Bauern nur durch minutenlanges Reden "um den heißen Brei herum" schließlich psychisch so mürbe macht und erst zum Schluss auf den Punkt kommt und der arme Bauer schlussendlich weich gekocht gesteht, dass er die Nachbarfamilie unter dem Boden versteckt hält, ist für mich beste Schauspielkunst! Außerdem spricht Waltz mindestens 3 Sprachen im Film fließend und fast akzentfrei! Die restlichen Schauspieler, allen voran August Diehl (typisch deutsch), Mélanie Laurent (sehr still aber berechnend) und auch noch Brad Pitt (typisch amerikanisch), spielen zwar auch sehr gut, von Til Schweiger ohne echte Dialoge mal abgesehen, aber C. W. spielt, meiner Meinung nach, alle an die Wand! Tarantino hat bei der Auswahl der Schauspieler wieder mal voll ins Schwarze getroffen.

Weitere Beispiele gibt es genug während des Films: Ich sage nur die "Aschenputtel-Szene" im Kino! Fingerzeig auf das Knie..."Sehen Sie bitte in der rechten Manteltasche nach"...Schuh raus, schnapp...passt wie angegossen! Toll! Die nachfolgende Szene musste allerdings nicht unbedingt sein...oder?

Hut ab vor Christoph Waltz und Gratulation zum Oscar! Er hat ihn MEHR als verdient!

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