Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen (2 DVDs)
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Durchschnittliche Kundenbewertung:Produktbeschreibung
Romantische Vampirgeschichte für Teens, basierend auf der Bestsellerreihe von Stephenie Meyer, die von der sich verzehrenden Liebe eines missverstandenen Mädchens zu einem attraktiven Vampir erzählt und von der stimmigen Chemie zwischen den beiden Jungdarstellern Kristen Stewart ('Into the Wild') und Robert Pattinson (Cedric aus 'Harry Potter und der Feuerkelch') lebt. War ein Blockbuster in den USA und der erfolgreichste Film im ersten Kinoquartal 2009 in Deutschland.
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #14 in DVD
- Marke: Wildschuetz
- Erscheinungsdatum: 2009-06-10
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
- Formate: Dolby, DTS, PAL
- Originalsprache: Deutsch, Englisch
- Untertitel in: Deutsch
- Anzahl Disks: 2
- Länge: 117 Minuten
Features
- 143mm x 22mm x 192mm
Aus der Amazon-Redaktion
Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Leinwand-Adaption von Twilight, Stephenie Meyers Vampir-Romanzen-Bestseller, richtet sich an dessen Hauptzielgruppe: Mädchen, deren Vorstellung vom Traumprinzen in einem grüblerischen, blassen, untoten Teenager besteht, der sie von einem Moment zum nächsten umbringen könnte. Die frisch zugezogene Bella Swan (Kristen Stewart) findet einen solchen Prinzen eher faszinierend als furchterregend, als sie in die regnerisch-graue Stadt Forks im Bundesstaat Washington zieht, um dort bei ihrem Vater (Billy Burke), dem örtlichen Sheriff, zu leben, welcher sich über eine Reihe von „Tierattacken“ wundert. An ihrem ersten Schultag scheint Bella ihren Schulkameraden Edward (Robert Pattinson) im Labor (äußerlich) abzustoßen. Doch es stellt sich heraus, dass ihr Blut für diesen Vampir seine spezielle „Sorte Heroin“ darstellt und er sich durch die Tatsache, dass er sich zurückhalten muss, sie nicht zu töten, unwiderstehlich zu ihr hingezogen fühlt. Ob er sie aus den üblichen Gründen gut findet oder nur wegen ihres für ihn besonders süßen Dufts wird im Buch nur am Rande angesprochen und kommt auf der Leinwand noch weniger deutlich rüber – nichtsdestotrotz verliebt sich Bella hoffnungslos in Edward, was sie in Gefahr bringt, als ein paar herumstreunende Vampire in der Stadt auftauchen, von denen es einer ganz besonders auf sie abgesehen hat. Twilight unter der Regie von Catherine Hardwicke („Thirteen“) hat einige lustige Momente, von denen nicht alle beabsichtigt sind, und die Besetzung von Stewart bis hin zu Bellas in sich selbst zurückgezogener Freundin Jessica (Anna Kendrick) ist überaus gelungen. Leider ist Pattinson dabei das schwächste Glied in der Kette. Obwohl er sicher das richtige Aussehen für die Rolle mitbringt, hätte sein Edward eine zusätzliche Dosis Testosteron vertragen können (Pattison, der Engländer ist, klingt im Original irgendwie nach James Dean). In den Szenen, wenn er über die Versuchung redet, jene zu töten, die Bella etwas antun wollen oder durch einen Wald huscht und sie warnt, wie gefährlich er ist, wirkt er eher wie ein jaulendes Hundebaby als wie ein ausgewachsenes Monster. Die gute Nachricht ist: seine Chemie mit Stewart (vor allem in ihrer großen Kussszene) stimmt, und das ist nun mal das, was für Twilight-Fans wirklich zählt. Ellen A. Kim
Movieman.de
Gleich eines vorweg genommen: Für alle Fans der Buchreihe von Stephenie Meyer ist der Film ziemlich perfekt gelungen, denn er zeigt genau das, was man erwartet hat. Der Film ist süß und klinisch rein, so wie er sein soll, und die Hauptdarsteller Robert Pattinson und Kristen Stewart sind ebenfalls süß und klinisch rein – was will man mehr als eine zarte Romeo & Julia-Geschichte, die sich eben zwischen einem Vampir und einem braven Mädchen abspielt? Und eines sollte man auch gleich wissen: "Twilight" ist ein Mädchenfilm und das im besten Sinne und wer sich darauf einlässt, auf die etwas ungewöhnliche Geschichte einer ersten großen Liebe, wird nicht enttäuscht werden. Regisseurin Catherine Hardwicke hat also alles richtig gemacht und Pattinson und Stewart erstklassig durch alle Szenen geführt. Besonders Robert Pattinson als Vampir Edward, dem derzeit weltweit alle Mädchenherzen zufliegen, ist seiner Rolle absolut gewachsen. Seine Mischung aus alt und jung, seine verlangenden Blicke auf Bella, die sich im Millisekundentakt mit großer Angst vor seiner eigenen Begierde und extremer Schüchternheit abwechseln, betören und überzeugen. Und selbst wenn er im gleißenden Sonnenlicht glitzert und funkelt wie die kitschige Weihnachtsdeko der Griswolds, dann hat das etwas Magisches an sich. Ob man sowohl dem Buch als auch dem Film vorwerfen will, dass er in punkto Sex eher die Richtung "Wahre Liebe wartet" einschlägt oder nicht, ist vollkommen nebensächlich. Bella und Edward haben eben so ihre Probleme, denn wenn es zu heiß zwischen beiden hergehen würde, könnte Edward die Kontrolle verlieren, weil Bellas Duft ihn so betört. Okay, zugegeben, es ist irgendwo lächerlich, aber im großen Ganzen verliert sich das und stört merkwürdigerweise nicht all zu sehr. Es ist eben einfach so und es geht eben eher um die ganz großen Gefühle und den Problemen, die Edwards spezielles Wesen so mit sich bringen. Da ist Sex erst einmal Nebensache. Punkt. Es gibt viele große und witzige und schmalzige Momente im Film, aber das muss auch so sein. Einiges andere ist dann aber nicht so gut gelungen: die Spezialeffekte hätte man durchaus etwas besser aussehen lassen können, der erste Auftritt von Peter Facinelli im Krankenhaus als Oberhaupt "Carlisle Cullen" sorgt für Lacher, denn bei ihm haben es die Maskenbildner etwas zu gut gemeint und ihn derart blass angemalt, dass man ihn für einen nervigen Pantomimen halten könnte und sein Gesicht vom reinweißen Arztkittel kaum trennen kann, und auch der Rest der Cullen-Familie sieht leider ausnahmslos nicht so überirdisch gottgleich schön aus, wie die Romanvorlage es immer propagiert hat. Darüber und über die extrem schmachtenden Dialoge zwischen Bella und Edward kann man aber hinwegsehen, denn interessant ist sowieso nur ihre hilflos den Umständen und Hormonen ausgesetzte Liebe und die ist so bezaubernd inszeniert, wie man es sich nur wünschen kann. Fazit Ein zum Seufzen schöner Mädchenfilm über die erste Liebe im besten Sinne – auch für ältere Romantikerinnen geeignet.
Moviemans Kommentar zur DVD: Die Farben des Films wurden bewusst in die kühle Richtung gedrängt, so dass Hautfarben ins Grünliche tendieren. Auch weiße Wände wirken durch den Filter grünstichtig, was aber zum Konzept des Filmes gehört. Unschärfen bleiben nicht aus, liegen aber auch in der malerischen Optik der Produktion begründet und sollten nicht allzu scharf beurteilt werden. Leichtes Rauschen oder das ein oder andere Kantenzittern fallen nicht schwerwiegend ins Gewicht. Insgesamt überzeugt das Bild durch Eigenwilligkeit und seinen griffigen, düsteren Charakter. Die akustische Seite der DVD präsentiert sich mindestens genauso kernig, denn Musik und Effekte färben den Raum enorm spannungsgeladen ein. Regen plätschert saftig, Bässe dröhnen wuchtig und die rockige Musik wummert ordentlich in den Rears. Die Stimmen klingen sowohl im Original als auch in der Synchronisation sehr dynamisch angelegt. An Direktionalität mangelt es keinesfalls. Hin und wieder lassen sich auch Sprachsignale aus den hinteren Boxen vernehmen, was den Eindruck von Räumlichkeit verstärkt. Was die DTS-Fassung angeht, so bietet diese einen Tick mehr Offenheit und Präsenz. Die Extras beginnen mit einem Audiokommentar von Catherine Hardwicke, Robert Pattinson und Kirsten Stewart auf der Hauptdisc. Dort befinden sich außerdem eine Menge Trailer und Teaser sowie Programmtipps. Der Hauptanteil an Extras lässt sich über die zweite Disc anwählen. Dort vereint sich ein Making Of, das eine sehr ausführliche Reise vom Buch bis zum fertigen Film unternimmt (54:37 Min.), mit von der Regisseurin moderierten, erweiterten (9:35 Min.) und entfernte Szenen (5:48 Min.). Daraufhin werden folgende Featurettes angeboten: "Das Phänomen Comic Con" (12:19 Min.) zeigt den Fanrummel auf der Con, "Zu Edward werden" (7:27 Min.) und "Zu Bella werden" (5:23 Min.) berichtet im Detail über die Figuren und "Musik" beschäftigt sich mit dem berauschenden Score und zeigt Ausschnitte oder kleine Dokus zu den Songs im Film. Außerdem kommen die Featurettes "Catherine Hardwickes Montage: Vampire's Kiss" (2:36 Min.) und "Eine Unterhaltung mit Stephenie Meyer" (23:33 Min.), die sehr umfangreich ausfällt, hinzu. Das ist mehr als man erwarten kann und wird jeden Fan zufrieden stellen. --movieman.de
VideoMarkt
Als Bella zu ihrem Vater, Polizeichef im Küstenort Forks, zieht, schließt sie an ihrer neuen Highschool schnell Freundschaften. Nur der coole Edward - bleichgesichtig schön wie eine griechische Statue - verhält sich distanziert. Dabei fühlt er sich unwiderstehlich von Bella angezogen, doch befürchtet er, sie im Blutrausch zu töten, denn Edward ist wie der Rest seiner Familie ein Vampir. Alsbald kommen sich die Teenager dennoch näher. Als ein durchreisendes Trio von Blutsaugern auf der Bildfläche erscheint, gerät Bella in Lebengefahr.
Kundenrezensionen
Starker Fantasy-Action Film
Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen bietet tolle Special-Effekts, zahlreiche ansprechende Action Szenen und sehr überzeugende Schauspieler. Die Handlung ist durchschnittlich - weder besonders toll aber sie langweilt auch nicht und bietet damit den Rahmen für Action, Action und nochmal Action. Das Ganze ergibt dann im Endergebnis einen sehr kurzweiligen Unterhaltungsfilm, der keine große intelektuelle Aufnahmebereitschaft erfordert aber trotzdem eine Menge Spaß macht. Ich freuen mich schon auf den zweiten Teil auf DVD, den ich im Kino leider verpasst habe.
Ausbaufähige Verfilmung
Ich kann verstehen, wenn Kunden diesen Film überschwänglich gut bewerten, jedoch kann ich auch verstehen wenn sich Kunden enttäuscht von dem Film zeigen.
Dieser Film ist sehr zielgruppenorientiert und das sollte man bei der Bewertung und beim Kauf bedenken. Die Story eines edelmütigen, gut aussehenden Gentlemans mit dunkler Seite, der einem Durchschnittsmädchen das Gefühl gibt etwas Besonderes zu sein und ihr ständiger Beschützer wird, trifft genau den Nerv einer bestimmten Zielgruppe (löst natürlich auch gegenteilige Gefühle bei anderen Gruppen aus ;))
Auch wenn ich wohl nicht zur Zielgruppe gehöre, so hab ich mich in die Vorlage des Films verliebt: Das Buch von Stephenie Meyer. Auch wenn ich denke, dass das Buch eklatante schriftstellerische Mängel hat, so bin ich in die Geschichte eingetaucht wie selten in ein Buch der letzten Zeit. Das nur zur Erklärung wie ich diesen Film gesehen habe: Voreingenommen, als Fan der Bücher. Wäre es nicht so, so hätte ich den Film evtl. schlechter beurteilt.
Daher werde ich auch ab und zu auf die Umsetzung Buch - Film zu sprechen kommen, auch wenn ich denke, dass sollte man lassen, denn Film und Literatur sind unterschiedliche Medien.
Zum Film:
Nein, einen Horror- oder Actionfilm wollte die Regisseurin nicht drehen. Scheinbar widerwillig hakt sie die Actionszenen des Films ab. Sie konzentriert sich lieber auf das Gefühlsleben einer Teenagerin und auf das Erwachen der ersten Liebe.
So trist und nebelig wie das Städtchen Forks ist auch das Teenagerleben Bella Swans. Bis sie auf ihre große Liebe den Vampir Edward Cullen trifft. Der Vampir in diesem Fall nicht als Symbol der Verführung und sexueller Leidenschaft, sondern eher als Verfechter unschuldiger Liebe.
"Komm! Raus aus dem Nebel. Rauf, wo die Sonne scheint." Eine schöne Beschreibung für das Erwachen der ersten Liebe, die Edward Bella abliefert, als er ihr zeigt wie er im Sonnenlicht aussieht. Für Bella sieht er wunderschön aus. Sie muss aber Erkennen, dass diese Schönheit auch eine zweckdienlich negative Seite hat.
"Das ist doch nicht möglich", staunt Bella in höchste Höhen versetzt auf den Baumwipfeln.
"Doch, in meiner Welt.", entgegnet Edward. Treffend gesagt. Dazu ist Liebe bzw. verliebt sein fähig.
Am Ende erkennt Bella: "Ich sterbe. Mit jeder Sekunde ein bisschen mehr." Und mit dieser Erkenntnis tut sie einen weiteren Schritt in Richtung Erwachsen werden.
Diese Szenen sind es, die den Film zu etwas Besonderem für mich machen. Das Erleben der ersten Liebe, das Verlieren der Unschuld. Diese Themen wurden gut herausgearbeitet und machen den Film zu einem Höhepunkt für alle, die diese Zeit gerade durchleben, oder für diejenigen, die sich nicht zu schade sind, sich gern an diese Zeiten zurück zu erinnern.
Dass der Film dennoch kein Meisterwerk ist, liegt an mehreren Hakpunkten.
Das größte Manko des Films ist, dass er einen inhomogenen Erzählfluss hat. Für manche Dinge lässt sich die Regisseurin viel Zeit, bei manchen Details hetzt sie durch den Film. Gerade das langsame intensive Verlieben, das den Zauber der Bücher ausmacht, kommt hierbei zu kurz. Die romantische Annäherung auf der Leinwand überträgt sich nicht auf den Zuschauer. Es scheint eher so, als beschließen Edward und Bella nur sich zu lieben, vom Verlieben spürt man nichts.
Dabei ist die "Coming out"- Szene zu erwähnen. Visuell sehr beeindruckend, wie vieles im Film, aber die Dialoge sind grauenhaft. Sie klingen auswendig gelernt und werden viel zu schnell abgespult. Die ganze Vampirgeschichte und Edwards Gefühle werden in diesen Dialog (mehr ein Monolog) gelegt. Das ist überfrachtet und lässt mich als Zuschauer kalt. Ich will Gefühle nicht erzählt bekommen, ich will sie sehen und spüren. Gerade auch den inneren Kampf Edwards, der im Film gar nicht ernsthaft behandelt wird. Da wurde eine Menge Potential verschenkt.
Überhaupt wird mir im Film zu viel geredet. Manchmal ist es besser etwas ohne Worte zu sagen. Zumal sich auch einige der schlechten Dialogzeilen aus dem Buch in den Film geschlichen habe, wo sich mir die Nackenhaare sträuben (Bsp: "Ich bin ein Killer").
Vielleicht hätte ein besserer Soundtrack dem Film gut getan und dem ganzen etwas mehr Tiefe und Emotionalität eingehaucht. Carter Burwells Score ist zwar nett, aber etwas dünn.
Kameratechnisch und visuell hat die Regisseurin einiges zu bieten. Viele Zeitlupen, tolle Schnitte, epische round- abouts etc. Manche Szenen wirken wie ein Musikvideo oder ein MTV Movie. Das hat durchaus seinen Reiz.
Was auffällt ist, dass der Film um einiges witziger ist, als die Bücher es sind. Es ist diese Selbstironie, die den Büchern fehlt. Leider fällt das schon wieder negativ ins Gewicht, da die Regisseurin nicht um Ausgleich bemüht ist. Tiefgründige und authentisch emotionale Szenen sind Mangelware.
Die Schauspieler sind gut gewählt. Bella ist so, wie ich sie mir vorgestellt hab(zum Glück nicht ganz so zickig und wehleidig wie im Buch). Eine solide schauspielerische Leistung.
Edwards Rolle, ist eine der Rollen, die man nicht den Erwartungen gemäß besetzen konnte. Ich finde mit Robert Pattinson hat man optisch eine gute Wahl getroffen. Schauspielerisch reicht das sicherlich nicht für den Max-Schreck-Ehrenpreis. Leider strahlt er zu keiner Zeit Gefahr aus.
Zwei Nebenfiguren die ich sehr gut besetzt fand, waren einmal Charlie, Bellas Vater und Badguy James.
Nervig ist der Akt integrativer political correctnes sämtliche unwichtigen Nebenfiguren empirisch abgesichert an Pseudorandgruppen zu verteilen.
Der Film hat starke Szenen, aber auch seine schwachen Momente.
Stark ist er, wenn sich Zeit gelasen wird. Leider gibt es davon zu wenig Momente.
Dennoch trotz allen Meckerns vergebe ich diesem Film 4 Sterne. Einmal mit Rücksicht auf die Zuschneidung auf die schmachtende Zielgruppe, andererseits hat mich der Film trotz allem gepackt und gut unterhalten. Sicherlich auch, weil ich das Twilight Universum liebe.
Ooooh Edward, Du böser Bube, errette Deine jungfräuliche Geliebte! Aber nicht beißen!
Da war sie wieder, die unselige Neugier, die mich gen Twilight-Phänomen getrieben und ebenso desillusioniert zurückgelassen hat wie dazumals beim Töpfer-Harry und Dan the Brown. Bevor der geneigte Leser nun weiterzulesen gedenkt, seien noch vier wichtige Punkte angerissen: 1. Sei gewarnt! 2. Ich habe das Buch weder gelesen noch spielt es eine Rolle für mich. 3. Jawoll, ich bin ein Kerl. 4. Sei gewarnt.
Kurz zum Inhalt:
Bella Swan, eine unterkühlte Teenie-Braut, trifft Edward, einen eisgekühlten Vampir, der sich seit knapp 90 Jahren in High-Schools herumtreibt, anstatt sich deswegen behandeln zu lassen. Als Edward Bellas Leben rettet, verfällt diese seinem tonnenweise angebrachtem Make-Up - ein desinteressierter Blick Edwards in ihre ebenso desinteressierten Augen, und auch um ihn ist es geschehen. Der Jäger wird zur Beute. Böse fauchende Vampire tauchen auf und der strahlende Prinz eilt ohne weißen Gaul, aber mit zwei aufpolierten Fangzähnen bewaffnet, zur Rettung seiner Maid herbei.
Das Prinzip ist so banal wie es noch in 100 Jahren ein Erfolgsschlager sein wird: Die erste große Liebe. Eine makellos jungfräuliche Prinzessin. Ein arg böser Bad Guy, der unter seiner harten Schale ein sensibles süßes Jungchen verdeckt, das eigentlich nur gut sein will. (Ich glaub, mir wird schlecht.)
Aber gut, es handelt sich um eine Teenie-Schmonzette, da ist diesbezügliche Kritik grundsätzlich müßig - wenn nicht die Ausführung dieser Makulatur unter aller Kanone wäre: Die holde Bella, die so emotionslos wie ein löchriger Stiefel agiert und in deren Umfeld sämtliche Darsteller wie im Raum schwebende hölzerne Statisten wirken. Der coole Edward, der knapp 5 Minuten auf den Obermacker macht, um danach jämmerlich auf den Knien hinter seiner Bella herzukriechen. Ein selbstmitleidiger Knilch, der bei seinem Monolog über die tiefe Tragik seiner Existenz als Monster kaum die Tränen zurückhalten kann. Ein unheimlich gefährliches Raubtier, dessen Spitzzähnchen vor romantischen Anwandlungen und uneingenütziger Verweicheiung stumpf geworden sind. JÄMMERLICHER WASCHLAPPEN! Kurz: ein Liebespaar, das einander verdient und so gefühlvoll interagiert wie zwei Fischstäbchen im Tiefkühlfach. Da feuern die Leidenschaften, Baby, bei -20 °C! Liebe, Romantik oder auch nur glaubwürdige Gefühle - kalter Kaffee. Ich weiß nicht, ob man das Buch gelesen haben muss, um Gefühle entdecken oder überhaupt hineinprojizieren zu können, aber ich persönlich sehe nichts, keinerlei Chemie, keinerlei Verbundenheit - nur zwei unterkühlte Schauspieler mit zu viel Make-Up am Nordpol.
Was mich nun wirklich wundert?
Ausgerechnet in den heutigen Zeiten der Emanzipation ist ein dermaßen naiv verschlafenes und charakterloses Ding wie Bella Swan das Vorbild zahlloser Mädchenherzen? Der jämmerliche Waschlappen an Vampir der Traumprinz? Und dieses zutiefst oberflächliche Paar soll die große schicksalhafte Liebe sein, die neben weiblichen wohl auch männliche Leser zwischen 12 und 100 inbrünstig aufseufzen lässt - und nicht zuletzt zahllose Bücher verkauft? Meiner Treu, man muss sich nur den Namen "Bella Swan" oder auf gut deutsch "Schöner Schwan" auf der Zunge zergehen lassen. Ich sehe schon Alice Schwarzer vor mir, wie sie die bösen bösen Männer für nur einen einzigen Moment aus den Äuglein lässt, zufällig diese jämmerliche Mädchengestalt entdeckt und umgehend zur Schrotflinte greift. Das wird ein Fest.
Handwerklich ist "Twilight" seichter, billiger und gefühlsduseliger Quark ohne einen echten Hauch an Gefühl. Apropos Gefühl, im O-Ton sind die Stimmen zwar in der Tat um Welten besser - die Dialoge werden nevertheless nicht weniger lieblos heruntergeleiert, als hätte man die beiden Hauptprotagonisten auf Schlafentzug und unter Drogen gesetzt. Wahrscheinlich beides. Wie wohl kaum näher ausgeführt werden muss, sind die beiden Helden darstellerisch hundsmiserabel mies, und allein einzelne Mitglieder der Familie Cullen vermochten mich zu überzeugen. Als beinedruckend bleiben allein die furiosen Kamerfahrten über wild einsame Landschaften und der wummernde Soundtrack in Erinnerung. Ach ja, und Vampir-Baseball hat was, indeed.
Trotz meiner deftigen Kritik möchte ich mitnichten verschweigen, dass das Filmchen tatsächlich einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert hat - wenn auch ganz u gar unfreiwilliger Art - und ich mich streckenweise köstlichst amüsiert habe: Der ach so wunderschöööööne Edward, eine Schulpflicht für sonnig glitzernde u hochgestylte Model-Vampire, die das Pech hatten, zu jung gebissen zu werden, ein nicht nur wie ein Mädchen aussehender, sondern auch posierender Jung-Werwolf, der geheimnisvolle Reiz des Hinterwäldlertums.... und eine hemmungslos aufgesetzt wirkende Fokussierung auf die ach so große Liebe. Wo die sich wohl versteckt hat?




